Online-Therapie bei Angststörungen
Ängste, anhaltendes Grübeln, Panikattacken oder Vermeidungsverhalten können den Alltag zunehmend einschränken. In unserer Online-Therapie erhalten Sie psychologische Unterstützung per Video – unabhängig von Ihrem Wohnort und in einem klaren, vertraulichen Rahmen.
Gemeinsam untersuchen wir, welche Situationen Ihre Angst auslösen, welche Gedanken und körperlichen Reaktionen damit verbunden sind und wodurch sich die Angst möglicherweise immer weiter verstärkt. Auf dieser Grundlage entwickeln wir konkrete Schritte, mit denen Sie wieder mehr Sicherheit, Selbstvertrauen und Handlungsspielraum gewinnen können.
- Deutschlandweite Termine per Video
- Kostenloses telefonisches Informationsgespräch
- 15 Minuten unverbindliches Kennenlernen
- Therapiesitzungen mit jeweils 50 Minuten
- Online- und Präsenztermine kombinierbar
Wann kann psychologische Unterstützung bei Angst sinnvoll sein?
Angst ist zunächst eine natürliche und wichtige Reaktion. Sie hilft uns, Gefahren zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Belastend wird sie vor allem dann, wenn das innere Alarmsystem auch in Situationen anspringt, in denen objektiv keine unmittelbare Gefahr besteht.
Psychologische Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn Ihre Ängste immer häufiger auftreten, Ihre Entscheidungen bestimmen oder Sie davon abhalten, wichtige Bereiche Ihres Lebens frei zu gestalten. Typische Hinweise können sein:
- Sie meiden Orte, Gespräche oder Aktivitäten aus Angst.
- Sie beschäftigen sich lange mit möglichen Gefahren oder negativen Entwicklungen.
- Körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Zittern oder Atemnot machen Ihnen Angst.
- Sie fürchten sich bereits vor der nächsten Panikattacke.
- Sie benötigen bestimmte Sicherheitsstrategien, um Situationen überhaupt auszuhalten.
- Beruf, Beziehungen, Freizeit oder Mobilität werden zunehmend eingeschränkt.
- Beruhigung und Ablenkung helfen nur kurzfristig.
Eine einzelne Angstsituation bedeutet noch nicht, dass eine Angststörung vorliegt. Im ersten ausführlichen Gespräch betrachten wir deshalb Ihre persönliche Situation, die Dauer und Intensität Ihrer Beschwerden sowie deren Auswirkungen auf Ihren Alltag.
Bei welchen Angstproblemen können Online-Termine geeignet sein?
Angststörungen können sich sehr unterschiedlich äußern. Ob eine Behandlung per Video geeignet ist, hängt nicht allein von der Bezeichnung der Beschwerden ab. Entscheidend sind unter anderem Ihre aktuelle Stabilität, die Schwere der Belastung, Ihre Lebenssituation und die Frage, ob Sie zu Hause einen ruhigen und geschützten Rahmen herstellen können.
Anhaltende Sorgen und generalisierte Ängste
Sie beschäftigen sich immer wieder mit möglichen Problemen, Katastrophen oder negativen Entwicklungen. Selbst wenn eine Sorge geklärt ist, tritt häufig bereits die nächste an ihre Stelle. Die dauerhafte innere Anspannung kann sich auch körperlich bemerkbar machen und das Abschalten oder Einschlafen erschweren.
In der Online-Therapie können wir untersuchen, welche Denkmuster die Sorgen verstärken, wie Sie mit Unsicherheit umgehen und welche Verhaltensweisen Ihnen zwar kurzfristig Sicherheit geben, die Angst langfristig aber aufrechterhalten.
Panikattacken und Angst vor körperlichen Symptomen
Panikattacken können plötzlich auftreten und mit Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Zittern oder einem Gefühl von Kontrollverlust verbunden sein. Häufig entwickelt sich zusätzlich eine starke Angst davor, dass eine weitere Attacke auftreten könnte.
Ein Schwerpunkt der Therapie kann darin liegen, körperliche Angstsymptome besser zu verstehen, katastrophisierende Bewertungen zu überprüfen und schrittweise wieder Vertrauen in den eigenen Körper und die eigene Handlungsfähigkeit aufzubauen.
Soziale Ängste
Soziale Ängste zeigen sich beispielsweise in der Sorge, negativ bewertet, abgelehnt oder bloßgestellt zu werden. Gespräche, Gruppen, Präsentationen oder Begegnungen mit unbekannten Menschen können dadurch sehr belastend werden.
Online-Termine können einen zugänglichen Einstieg bieten. Gleichzeitig achten wir darauf, dass das Videoformat nicht zu einer dauerhaften Vermeidung sozialer Situationen führt. Veränderungsschritte werden deshalb gezielt auf Ihren Alltag außerhalb der Sitzungen übertragen.
Spezifische Ängste und Phobien
Manche Ängste beziehen sich auf klar benennbare Auslöser, beispielsweise Tiere, Höhen, medizinische Situationen, Autofahrten oder Flugreisen. Häufig werden die entsprechenden Situationen vollständig vermieden oder nur mit ausgeprägten Sicherheitsstrategien bewältigt.
Ob und wie die Behandlung online durchgeführt werden kann, hängt stark vom jeweiligen Auslöser ab. Übungen können vorbereitet, begleitet oder zwischen den Sitzungen durchgeführt und anschließend gemeinsam ausgewertet werden.
Angst vor öffentlichen Orten und weiten Wegen
Bei agoraphobischen Ängsten können Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel, weite Wege oder Situationen belastend sein, die nicht unmittelbar verlassen werden können. Dadurch kann der persönliche Bewegungsradius immer kleiner werden.
Das Online-Format kann den Therapiebeginn erleichtern. Ziel bleibt jedoch, den Handlungsspielraum schrittweise zu erweitern und vermiedene Situationen nicht dauerhaft durch ausschließlich digitale Kontakte zu ersetzen.
Welche Vorteile kann Online-Therapie bei Ängsten bieten?
So arbeiten wir in der Online-Therapie an Ihren Ängsten
Eine wirksame Behandlung besteht nicht nur darin, über belastende Situationen zu sprechen. Zunächst entwickeln wir ein gemeinsames Verständnis dafür, wie Ihre Angst entsteht und wodurch sie immer wieder verstärkt wird. Daraus leiten wir konkrete Veränderungsschritte für Ihren Alltag ab.
Ihre persönliche Angstreaktion verstehen
Wir betrachten gemeinsam, in welchen Situationen die Angst auftritt und wie Gedanken, Gefühle, Körperreaktionen und Verhalten zusammenwirken. Dadurch entsteht ein individuelles Erklärungsmodell, das nicht nur die Symptome beschreibt, sondern auch die aufrechterhaltenden Mechanismen sichtbar macht.
Mögliche Fragen sind:
- Welche Situationen lösen die Angst aus?
- Welche Befürchtungen treten in diesem Moment auf?
- Welche körperlichen Veränderungen nehmen Sie wahr?
- Wie reagieren Sie auf die Angst?
- Was vermeiden Sie?
- Welche Sicherheitsstrategien setzen Sie ein?
- Was hilft kurzfristig, verstärkt die Angst aber möglicherweise langfristig?
Belastende Gedanken überprüfen
Angst wird häufig durch Gedanken verstärkt, die eine Gefahr überschätzen oder die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten unterschätzen. Gemeinsam prüfen wir, wie realistisch diese Bewertungen sind und welche alternativen Sichtweisen möglich werden.
Dabei geht es nicht darum, sich die Angst einfach „auszureden“. Ziel ist eine realistischere und hilfreichere Einschätzung der Situation.
Körperliche Angstsymptome einordnen
Herzrasen, Schwindel, Muskelanspannung, Zittern oder Atemveränderungen können sich sehr bedrohlich anfühlen. In der Therapie lernen Sie, diese Reaktionen besser zu verstehen und weniger automatisch als Zeichen einer unmittelbar bevorstehenden Katastrophe zu bewerten.
Je nach persönlicher Situation können auch gezielte Übungen eingesetzt werden, um den Umgang mit körperlichen Empfindungen zu verändern.
Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten erkennen
Vermeidung reduziert die Angst häufig kurzfristig. Gleichzeitig verhindert sie die Erfahrung, dass eine Situation bewältigt werden kann und die Angst auch ohne Flucht oder Absicherung wieder abnimmt.
Wir untersuchen deshalb, welche Verhaltensweisen Ihnen kurzfristig Sicherheit geben und welche davon die Angst langfristig verstärken könnten.
Neue Erfahrungen im Alltag ermöglichen
Veränderung entsteht durch neue Erfahrungen. Gemeinsam planen wir deshalb konkrete, schrittweise Übungen, die zu Ihrer Situation und Ihrem aktuellen Belastungsniveau passen.
Zwischen den Sitzungen können Sie Beobachtungsaufgaben, Protokolle oder praktische Übungen durchführen. Die Erfahrungen werden anschließend gemeinsam ausgewertet und für die nächsten Schritte genutzt.
Wie funktionieren Konfrontationsübungen in der Online-Therapie?
Die gezielte Auseinandersetzung mit angstauslösenden Situationen wird häufig als Exposition oder Konfrontationsübung bezeichnet. Sie kann ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Angststörungen sein.
Dabei geht es nicht darum, Sie unvorbereitet mit Ihrer größten Angst zu konfrontieren. Übungen werden gemeinsam geplant, nachvollziehbar begründet und schrittweise an Ihre persönliche Situation angepasst.
Je nach Angst und Übungsziel kann die Umsetzung unterschiedlich aussehen:
- Eine Übung wird während der Videositzung vorbereitet.
- Bestimmte Übungen können gemeinsam im Videoformat begonnen werden.
- Andere Übungen führen Sie zwischen den Terminen selbstständig durch.
- Ihre Beobachtungen und Erfahrungen werden anschließend detailliert ausgewertet.
- Schwierigkeit, Dauer und nächste Schritte werden gemeinsam angepasst.
- Sicherheitsstrategien werden schrittweise erkannt und reduziert.
Bei einer sozialen Angst kann beispielsweise ein konkretes Gespräch vorbereitet und später ausgewertet werden. Bei Panikängsten kann der Umgang mit körperlichen Empfindungen im Mittelpunkt stehen. Bei einer spezifischen Phobie kann eine abgestufte Annäherung an den jeweiligen Auslöser geplant werden.
Nicht jede Expositionsübung eignet sich für eine Durchführung per Video. Wenn eine persönliche Begleitung vor Ort fachlich sinnvoller ist, kann die Behandlung hybrid gestaltet oder ein anderes Versorgungsangebot empfohlen werden.
So starten Sie Ihre Online-Therapie bei Angststörungen
Schritt 1: Informationsgespräch auswählen
Über unsere zentrale Terminverwaltungs-Seite wählen Sie ein kostenloses Informationsgespräch für die Online-Therapie aus. Dort hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten und wählen ein geeignetes Zeitfenster.
Ausführliche oder sensible Angaben zu Ihren Ängsten sind an dieser Stelle nicht erforderlich. Eine kurze Einordnung Ihres Anliegens genügt.
Schritt 2: Persönliches Kennenlernen am Telefon
Das erste Kennenlernen findet telefonisch statt und dauert etwa 15 Minuten. Sie können kurz beschreiben, welche Ängste oder Belastungen Sie aktuell beschäftigen.
Gemeinsam klären wir erste organisatorische Fragen und besprechen, ob ein ausführlicher Online-Termin grundsätzlich infrage kommt. Das Informationsgespräch ersetzt noch keine ausführliche Diagnostik oder Therapiesitzung.
Schritt 3: Eignung des Online-Formats klären
Im ersten ausführlichen Gespräch betrachten wir Ihre Angstsymptomatik, Ihre aktuelle Stabilität und Ihre persönliche Lebenssituation. Dabei prüfen wir, ob Online-Termine einen geeigneten Rahmen für Ihre Behandlung bieten.
Berücksichtigt werden unter anderem die Art und Intensität Ihrer Ängste, mögliche Krisensituationen, bestehendes Vermeidungsverhalten sowie die Frage, ob Sie zu Hause einen ruhigen und geschützten Gesprächsraum herstellen können.
Schritt 4: Ersten Online-Therapietermin vereinbaren
Wenn das Angebot zu Ihrer Situation passt, vereinbaren Sie Ihren ersten Online-Therapietermin. Jede Therapiesitzung dauert 50 Minuten und kostet 130 Euro.
Vor dem Termin erhalten Sie alle erforderlichen Informationen zum Videozugang, zum Ablauf sowie zu den Zahlungs- und Stornierungsbedingungen.
Schritt 5: Weitere Termine flexibel planen
Die Häufigkeit Ihrer weiteren Termine können Sie abhängig von Ihrem Bedarf und Ihren persönlichen Möglichkeiten selbst wählen.
Die Behandlung kann vollständig online stattfinden oder mit Sitzungen in unserer Praxis in Osnabrück kombiniert werden. Therapieziele, Übungen und weitere Schritte werden regelmäßig gemeinsam abgestimmt.
Online-Therapie vs. vor Ort
Die Entscheidung müssen Sie nicht allein treffen. Im Informations- und Erstgespräch klären wir gemeinsam, welcher Rahmen für Ihre Situation sinnvoll ist.
Online-Termine können passen, wenn…
- Sie über einen ruhigen und geschützten Gesprächsort verfügen.
- Sie ein Smartphone, Tablet oder einen Computer mit Kamera und Mikrofon nutzen können.
- Ihre Internetverbindung ausreichend stabil ist.
- Sie Absprachen und Übungen zwischen den Terminen selbstständig umsetzen können.
- Ihre Beschwerden in einem ambulanten Rahmen behandelbar sind.
- Sie sich grundsätzlich auf Gespräche und Übungen per Video einlassen können.
- Sie eine ortsunabhängige oder flexiblere Behandlung benötigen.
Ein anderer oder zusätzlicher Behandlungsrahmen kann wichtiger sein, wenn …
- eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung besteht.
- Sie sich in einer schweren psychischen Krise befinden.
- psychotische Symptome auftreten.
- eine engmaschige medizinische oder psychiatrische Versorgung erforderlich ist.
- Sie während der Termine keine ausreichende Privatsphäre herstellen können.
- die Technik für Sie eine erhebliche zusätzliche Belastung darstellt.
- notwendige Übungen eine persönliche Begleitung vor Ort erfordern.
- sich im Gespräch zeigt, dass ein anderes Versorgungsangebot besser geeignet ist.
Wann reicht ein regulärer Online-Termin nicht aus?
Online-Therapie ist nicht für akute Notfälle oder Situationen geeignet, in denen sofortige persönliche Hilfe erforderlich ist.
Bitte nutzen Sie keinen regulären Online-Termin, wenn eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung besteht, Sie sich in einer schweren psychischen Krise befinden oder psychotische Symptome auftreten.
Wenden Sie sich in einer akuten Gefahrensituation an:
- den Notruf unter 112,
- den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117,
- eine psychiatrische Notaufnahme oder
einen regionalen psychiatrischen Krisendienst, sofern vorhanden.
Bei starken körperlichen Beschwerden, die noch nicht medizinisch abgeklärt wurden, sollte zunächst eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Dies gilt insbesondere bei neu auftretenden oder ungewöhnlich intensiven Symptomen.
Psychologische Unterstützung in einem professionellen Rahmen
Vertrauen, nachvollziehbare Absprachen und eine fachlich fundierte Arbeitsweise sind auch bei Online-Terminen die Grundlage der Zusammenarbeit.
In unserer Praxis arbeiten M.Sc. Psychologinnen und Psychologen mit psychotherapeutischer Qualifikation. Die Behandlung orientiert sich an psychologischer Diagnostik und verhaltenstherapeutischen Prinzipien. Gemeinsam entwickeln wir ein individuelles Verständnis Ihrer Ängste und konkrete Veränderungsschritte für Ihren Alltag.
Im telefonischen Informationsgespräch klären wir, welche Ansprechperson fachlich und organisatorisch zu Ihrem Anliegen passt.

Dominic P. Lita
M.Sc. Psychologe

Anika Scalisi
M.Sc. Psychologe
Kosten der Online-Therapie bei Angststörungen
Das erste telefonische Informationsgespräch dauert etwa 15 Minuten und ist kostenlos. Es dient dem gegenseitigen Kennenlernen und der ersten organisatorischen Orientierung.
Eine reguläre Online-Therapiesitzung dauert 50 Minuten und kostet 130 Euro.
Die Häufigkeit der Termine können Sie in Abstimmung mit der behandelnden Person selbst wählen. Neben vollständig digitalen Terminen ist auch eine Kombination mit Sitzungen in unserer Praxis in Osnabrück möglich.
Ob eine private Krankenversicherung, Beihilfe oder Zusatzversicherung einen Teil der Kosten übernimmt, hängt von Ihrem individuellen Tarif ab. Bitte lassen Sie sich eine mögliche Erstattung vor Behandlungsbeginn von Ihrem Versicherer bestätigen.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Behandlung durch Heilpraktikerinnen oder Heilpraktiker für Psychotherapie in der Regel nicht.
Was benötige ich für einen Online-Termin?
Vor dem ersten Termin erhalten Sie die notwendigen Informationen zum Videozugang. Eine Aufzeichnung der Sitzung findet nicht statt.
Bitte achten Sie selbst darauf, dass während des Gesprächs keine anderen Personen mithören können. Falls die Verbindung abbricht, versuchen wir zunächst, den Termin über den vereinbarten Zugang fortzusetzen. Sollte dies nicht möglich sein, stimmen wir das weitere Vorgehen telefonisch ab.
Für die Teilnahme benötigen Sie:
- ein Smartphone, Tablet oder einen Computer,
- eine funktionsfähige Kamera und ein Mikrofon,
- eine stabile Internetverbindung,
- einen ruhigen Raum, in dem Sie ungestört sprechen können,
- ausreichend Zeit vor und nach der Sitzung sowie
- nach Möglichkeit Kopfhörer für mehr Privatsphäre.
Häufige Fragen zur Online-Therapie bei Angststörungen
Kann eine Angststörung online behandelt werden?
Viele Bestandteile einer psychologischen Behandlung bei Angststörungen können per Video durchgeführt werden. Dazu gehören beispielsweise die Analyse von Angstauslösern, die Arbeit an belastenden Gedanken, die Vorbereitung von Übungen und die gemeinsame Auswertung neuer Erfahrungen.
Ob das Online-Format für Sie geeignet ist, hängt von Ihrer individuellen Symptomatik, Ihrer aktuellen Stabilität und den notwendigen Behandlungsschritten ab.
Ist Online-Therapie auch bei Panikattacken möglich?
Online-Termine können bei Panikattacken geeignet sein. In der Behandlung können körperliche Angstsymptome eingeordnet, katastrophisierende Bewertungen überprüft und neue Strategien für den Umgang mit Panik entwickelt werden.
Neu aufgetretene oder medizinisch nicht abgeklärte körperliche Beschwerden sollten zunächst ärztlich untersucht werden.
Wie funktionieren Konfrontationsübungen per Video?
Konfrontationsübungen werden gemeinsam vorbereitet und schrittweise geplant. Manche Übungen können während eines Video-Termins begonnen werden. Andere führen Sie zwischen den Sitzungen durch und werten die Erfahrungen anschließend gemeinsam mit Ihrer behandelnden Person aus.
Nicht jede Übung eignet sich für eine Online-Durchführung. Wenn eine persönliche Begleitung sinnvoller ist, kann ein hybrider oder anderer Behandlungsrahmen gewählt werden.
Muss ich mich sofort meiner größten Angst stellen?
Nein. Übungen werden nicht als unvorbereitete Mutprobe durchgeführt. Zunächst entwickeln wir ein gemeinsames Verständnis Ihrer Angst und legen nachvollziehbare Ziele fest. Anschließend werden Veränderungsschritte so geplant, dass sie herausfordernd, aber fachlich begründet und für Sie verständlich sind.
Was passiert, wenn ich während des Termins eine Panikattacke bekomme?
Eine auftretende Angstreaktion kann innerhalb des Termins gemeinsam eingeordnet werden. Sie erhalten Unterstützung dabei, die körperlichen und gedanklichen Vorgänge zu verstehen und mit der Situation umzugehen.
Vor Beginn der Behandlung besprechen wir außerdem, welche Kontaktdaten und Handlungsschritte für technische Unterbrechungen oder besondere Situationen erforderlich sind.
Kann ich ausschließlich online behandelt werden?
Das ist grundsätzlich möglich, wenn das Online-Format zu Ihrem Anliegen und Ihrer Situation passt. Alternativ können Sie Online-Termine mit Sitzungen in unserer Praxis in Osnabrück kombinieren.
Die Entscheidung wird nicht dauerhaft im Voraus festgelegt, sondern kann im Verlauf der Behandlung angepasst werden.
Wie häufig finden die Termine statt?
Die Terminfrequenz können Sie in Abstimmung mit der behandelnden Person selbst wählen. Welche Abstände sinnvoll sind, hängt von Ihrer Belastung, Ihren Therapiezielen und Ihren zeitlichen Möglichkeiten ab.
Wie lange dauert eine Online-Sitzung?
Eine reguläre Online-Therapiesitzung dauert 50 Minuten.
Was kostet die Online-Therapie?
Was kostet die Online-Therapie?
Das telefonische Informationsgespräch von etwa 15 Minuten ist kostenlos. Das Erstgespräch (50min) kostet 110 Euro, während eine reguläre Online-Therapiesitzung von 50 Minuten 130 Euro kostet.
Benötige ich bereits eine Diagnose?
Nein. Für das telefonische Informationsgespräch benötigen Sie keine vorherige Diagnose. Im weiteren Verlauf wird Ihre Situation fachlich eingeordnet und gemeinsam geklärt, welche Form der Unterstützung sinnvoll ist.
Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?
Eine mögliche Erstattung durch eine private Krankenversicherung, Beihilfe oder Zusatzversicherung hängt von Ihrem individuellen Tarif ab. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen eine Behandlung durch Heilpraktikerinnen oder Heilpraktiker für Psychotherapie in der Regel nicht.
Bitte klären Sie eine mögliche Erstattung vor Behandlungsbeginn direkt mit Ihrem Versicherer.
Wann ist Online-Therapie nicht geeignet?
Ein regulärer Online-Termin ist nicht für akute Notfälle, akute Selbst- oder Fremdgefährdung, schwere psychische Krisen oder Situationen geeignet, in denen eine sofortige medizinische oder psychiatrische Versorgung erforderlich ist.
In akuten Gefahrensituationen wenden Sie sich bitte an den Notruf 112, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 oder eine psychiatrische Notaufnahme.
