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Die Praxis

Online-Therapie

Online-Therapie bei Depressionen

Depressive Beschwerden können dazu führen, dass selbst alltägliche Aufgaben immer mehr Kraft kosten. Freude und Interesse gehen zurück, Gedanken kreisen und der Kontakt zu anderen Menschen wird zunehmend anstrengend. Gleichzeitig kann gerade die Suche nach Unterstützung wie eine weitere kaum zu bewältigende Aufgabe wirken.

In unserer Online-Therapie erhalten Sie psychologische Unterstützung per Video – unabhängig von Ihrem Wohnort und in einem strukturierten, persönlichen Rahmen. Gemeinsam betrachten wir, wodurch Ihre Beschwerden entstanden sein könnten, welche Gedanken und Verhaltensmuster sie aufrechterhalten und welche konkreten Schritte wieder zu mehr Aktivität, Stabilität und Lebensqualität beitragen können.

  • N
    Deutschlandweite Termine per Video
  • N
    Kostenloses telefonisches Informationsgespräch
  • N
    15 Minuten unverbindliches Kennenlernen
  • N
    Therapiesitzungen mit jeweils 50 Minuten
  • N
    Online- und Präsenztermine kombinierbar

Wann kann psychologische Unterstützung bei depressiven Beschwerden sinnvoll sein?

Nicht jede Phase von Traurigkeit, Erschöpfung oder geringer Motivation ist automatisch eine Depression. Belastende Ereignisse, Konflikte oder anhaltender Stress können das seelische Wohlbefinden vorübergehend beeinträchtigen.

Professionelle Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn die Beschwerden länger anhalten, mehrere Lebensbereiche betreffen oder es Ihnen zunehmend schwerfällt, aus eigener Kraft gegenzusteuern. Typische Hinweise können sein:

  • Sie fühlen sich über längere Zeit niedergeschlagen, leer oder hoffnungslos.
  • Dinge, die Ihnen früher Freude bereitet haben, bedeuten Ihnen kaum noch etwas.
  • Selbst kleine Aufgaben kosten ungewöhnlich viel Kraft.
  • Sie ziehen sich von anderen Menschen oder gemeinsamen Aktivitäten zurück.
  • Ihre Gedanken kreisen um Fehler, Versagen, Schuld oder eine negative Zukunft.
  • Konzentration und Entscheidungsfähigkeit haben spürbar nachgelassen.
  • Schlaf, Appetit oder körperliches Wohlbefinden haben sich verändert.
  • Berufliche, familiäre oder alltägliche Aufgaben werden zunehmend belastend.
  • Sie funktionieren nach außen weiter, erleben innerlich aber eine starke Erschöpfung.

Zu den charakteristischen Symptomen zählen eine gedrückte Stimmung, Interessen- und Freudverlust sowie verminderter Antrieb. Auch Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, geringes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle und Hoffnungslosigkeit können auftreten. Eine Diagnose ergibt sich jedoch nicht aus einem einzelnen Symptom oder einer Checkliste, sondern aus einer fachlichen Gesamtbeurteilung.

Bei welchen depressiven Belastungen können Online-Termine geeignet sein?

Ob Online-Therapie zu Ihrer Situation passt, hängt unter anderem von der Stärke Ihrer Beschwerden, Ihrer aktuellen Stabilität, möglichen weiteren Erkrankungen und Ihrem Unterstützungsbedarf ab. Die folgenden Bereiche geben einen ersten Überblick.

Depressive Stimmung und Interessenverlust

Sie fühlen sich über längere Zeit niedergeschlagen oder innerlich leer. Aktivitäten, Beziehungen oder Interessen, die Ihnen früher wichtig waren, lösen kaum noch Freude oder Motivation aus.

In der Online-Therapie betrachten wir, wie sich Stimmung, Verhalten und Tagesgestaltung gegenseitig beeinflussen. Gemeinsam entwickeln wir erste realistische Schritte, um wieder mehr positive und sinnvolle Erfahrungen in den Alltag zu integrieren.

Antriebslosigkeit und fehlende Tagesstruktur

Aufstehen, Körperpflege, Haushalt oder berufliche Aufgaben können unverhältnismäßig anstrengend wirken. Häufig entstehen dadurch immer mehr unerledigte Aufgaben, die wiederum Druck, Schuldgefühle und Überforderung verstärken.

Ein Schwerpunkt kann darin liegen, Aufgaben zu verkleinern, Prioritäten zu setzen und eine Tagesstruktur zu entwickeln, die weder überfordert noch vollständigen Rückzug begünstigt.

Grübeln, Selbstkritik und Schuldgefühle

Depressive Gedanken richten sich häufig gegen die eigene Person. Vergangene Situationen werden wiederholt analysiert, Fehler überbewertet oder die Zukunft ausschließlich negativ eingeschätzt.

Gemeinsam untersuchen wir, wann solche Gedankenschleifen auftreten, welche Wirkung sie haben und wie ein hilfreicherer Umgang mit ihnen entwickelt werden kann.

Sozialer Rückzug und Einsamkeit

Bei einer Depression kann selbst der Kontakt zu vertrauten Personen anstrengend werden. Gleichzeitig verstärkt längerer Rückzug häufig das Gefühl von Einsamkeit, Bedeutungslosigkeit oder fehlender Zugehörigkeit.

In der Behandlung geht es nicht darum, möglichst schnell wieder viele soziale Verpflichtungen zu übernehmen. Stattdessen entwickeln wir schrittweise Möglichkeiten, hilfreiche Kontakte und Aktivitäten wieder aufzunehmen.

Wiederkehrende depressive Phasen

Manche Menschen erleben depressive Beschwerden nicht nur einmalig, sondern wiederholt. Dann gewinnt neben der aktuellen Entlastung auch die Rückfallvorbeugung an Bedeutung.

Gemeinsam können persönliche Warnsignale, Risikosituationen und hilfreiche Gegenmaßnahmen erarbeitet werden. Ziel ist es, Veränderungen früher wahrzunehmen und rechtzeitig Unterstützung oder stabilisierende Schritte einzuleiten.

Welche Vorteile kann Online-Therapie bei Depressionen bieten?

So arbeiten wir in der Online-Therapie an depressiven Beschwerden

Depressive Beschwerden werden häufig durch mehrere Faktoren beeinflusst. Gedanken, Gefühle, körperliches Befinden, Verhalten und Lebensumstände wirken aufeinander ein. Deshalb entwickeln wir zunächst ein individuelles Verständnis Ihrer Situation und leiten daraus konkrete Behandlungsschritte ab.

Persönliche Zusammenhänge verstehen

Wir betrachten, wann die Beschwerden begonnen haben, welche Belastungen vorausgingen und wodurch sie aktuell verstärkt werden könnten.

Dabei können unter anderem folgende Fragen wichtig sein:

  • Wann ist Ihre Stimmung besonders belastet?
  • Welche Aktivitäten haben Sie aufgegeben?
  • Welche Gedanken treten wiederholt auf?
  • Welche Anforderungen überfordern Sie?
  • Welche sozialen Kontakte fehlen?
  • Wie beeinflussen Schlaf, Bewegung und Tagesstruktur Ihr Befinden?
  • Welche Situationen verschaffen kurzfristig Entlastung, verstärken langfristig aber den Rückzug?
Aktivität und Tagesstruktur aufbauen

Wenn Energie und Motivation fehlen, werden Aufgaben häufig aufgeschoben oder vollständig vermieden. Dadurch entstehen weniger positive Erfahrungen und immer mehr belastende Verpflichtungen.

Gemeinsam entwickeln wir kleine, konkrete und realistische Schritte. Dabei geht es nicht um einen vollständig durchgetakteten Alltag, sondern um eine tragfähige Balance aus notwendigen Aufgaben, Erholung, sozialen Kontakten und persönlich bedeutsamen Aktivitäten.

Belastende Gedanken überprüfen

Depressive Gedanken wirken häufig sehr überzeugend. Typische Beispiele sind:

  • „Ich schaffe ohnehin nichts.“
  • „Ich bin eine Belastung.“
  • „Es wird nie besser.“
  • „Andere kommen zurecht, nur ich nicht.“
  • „Ich habe alles falsch gemacht.“

Wir untersuchen, welche Erfahrungen solche Gedanken scheinbar bestätigen, welche Informationen ausgeblendet werden und welche realistischeren Bewertungen möglich sind. Ziel ist nicht künstlich positives Denken, sondern eine ausgewogenere Sicht auf sich selbst und die eigene Situation.

Rückzug und Beziehungsmuster betrachten

Depressive Beschwerden können dazu führen, dass Kontakte vermieden, Bedürfnisse nicht ausgesprochen oder Konflikte nicht mehr angesprochen werden.

Gemeinsam betrachten wir, welche Kontakte stabilisieren, welche Beziehungen zusätzliche Belastungen erzeugen und wie Sie Unterstützung annehmen können, ohne sich vollständig abhängig oder verpflichtet zu fühlen.

Stabilisierung und Rückfallvorbeugung entwickeln

Im Verlauf der Behandlung halten wir fest, welche Veränderungen hilfreich waren und welche Warnsignale auf eine erneute Verschlechterung hinweisen können.

Daraus entsteht ein persönlicher Plan für belastende Phasen. Er kann konkrete Aktivitäten, Kontaktpersonen, medizinische Ansprechstellen und Schritte enthalten, die möglichst früh eingeleitet werden sollen.

Verhaltensaktivierung, Problemlösestrategien und die Arbeit an dysfunktionalen Denk- und Verhaltensmustern gehören zu den etablierten psychotherapeutischen Ansätzen bei depressiven Beschwerden.

Wie funktioniert Verhaltensaktivierung in der Online-Therapie?

Bei einer Depression entsteht häufig ein belastender Kreislauf: Weil Energie, Freude und Zuversicht fehlen, werden Aktivitäten reduziert. Dadurch gibt es immer weniger Gelegenheiten für positive Erfahrungen, soziale Kontakte und das Gefühl, etwas bewirken zu können. Die Stimmung verschlechtert sich weiter und die nächste Aktivität wird noch schwieriger.

Verhaltensaktivierung setzt an diesem Kreislauf an. Dabei geht es nicht darum, sich „einfach zusammenzureißen“ oder möglichst viel zu leisten. Stattdessen werden kleine und konkret umsetzbare Aktivitäten geplant, die zu Ihrer aktuellen Belastbarkeit passen.

Ein möglicher Ablauf ist:

  • Wir beobachten zunächst, wie Sie Ihre Zeit aktuell verbringen.
  • Wir unterscheiden zwischen notwendigen, angenehmen und persönlich bedeutsamen Aktivitäten.
  • Große Aufgaben werden in kleine, konkrete Schritte aufgeteilt.
  • Aktivitäten werden möglichst eindeutig terminiert.
  • Wir betrachten nicht nur Ihre Stimmung, sondern auch das Gefühl von Bewältigung und Sinn.
  • Hindernisse werden ausgewertet, ohne sie als persönliches Versagen zu bewerten.
  • Der Plan wird anhand Ihrer tatsächlichen Erfahrungen angepasst.

Ein erster Schritt kann beispielsweise darin bestehen, morgens zu einer festgelegten Zeit aufzustehen, für zehn Minuten nach draußen zu gehen oder eine einzelne liegen gebliebene Aufgabe zu erledigen. Entscheidend ist nicht die Größe des Schrittes, sondern dass er konkret, realistisch und überprüfbar ist.

Online-Termine können diese Arbeit unterstützen, weil Wochen- und Aktivitätspläne gemeinsam am Bildschirm bearbeitet und Erfahrungen aus dem unmittelbaren Lebensumfeld zeitnah ausgewertet werden können.

Verhaltensaktivierung zielt unter anderem auf den Abbau von Inaktivität, Rückzug und dem Verlust positiver Erfahrungen.

So starten Sie Ihre Online-Therapie bei Depressionen

Schritt 1: Einen möglichst einfachen ersten Kontakt wählen

Wenn Antrieb, Konzentration oder Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt sind, kann bereits die Organisation eines ersten Termins belastend wirken. Über unsere zentrale Terminverwaltungs-Seite wählen Sie deshalb zunächst ein kostenloses telefonisches Informationsgespräch aus.

Für die Terminvereinbarung genügen wenige Angaben. Sie müssen Ihre Beschwerden dort weder ausführlich beschreiben noch bereits genau wissen, welche Form der Unterstützung Sie benötigen.

Schritt 2: Ihre aktuelle Situation kurz einordnen

Das telefonische Informationsgespräch dauert etwa 15 Minuten. Im Mittelpunkt steht zunächst die Frage, was Sie aktuell besonders belastet und welche Unterstützung Sie suchen.

Sie können beispielsweise kurz schildern, seit wann Sie sich niedergeschlagen, erschöpft oder antriebslos fühlen und wie stark Ihr Alltag derzeit beeinträchtigt ist. Eine vollständige diagnostische Einordnung findet in diesem kurzen Gespräch noch nicht statt. Es dient dem Kennenlernen und der organisatorischen Orientierung.

Schritt 3: Den passenden Behandlungsrahmen klären

Vor Beginn der Online-Therapie prüfen wir, ob das Videoformat zu Ihrer aktuellen Situation passt. Bei depressiven Beschwerden ist dabei nicht nur die Stimmung entscheidend, sondern auch, wie gut Sie Ihren Alltag noch bewältigen können und welche zusätzliche Unterstützung möglicherweise erforderlich ist.

Gemeinsam betrachten wir unter anderem:

  • wie stark Antrieb und Konzentration eingeschränkt sind,
  • ob Sie Ihren Alltag noch ausreichend selbstständig organisieren können,
  • ob bereits eine ärztliche oder psychiatrische Behandlung besteht,
  • ob Medikamente eingenommen werden,
  • welche Unterstützung in Ihrem persönlichen Umfeld vorhanden ist und
  • ob akute Krisen oder Suizidgedanken bestehen.

Falls eine ärztliche Mitbehandlung, eine engmaschigere Begleitung oder ein intensiveres Versorgungsangebot sinnvoller erscheint, sprechen wir dies offen mit Ihnen ab.

Schritt 4: Mit einem ersten konkreten Therapietermin beginnen

Wenn Online-Termine für Ihre Situation geeignet sind, vereinbaren Sie eine erste reguläre Sitzung. Diese dauert 50 Minuten und kostet 130 Euro.

Im ersten ausführlichen Termin geht es nicht darum, sofort alle Probleme zu lösen. Zunächst ordnen wir Ihre aktuelle Belastung, besprechen die wichtigsten Lebensbereiche und legen fest, welche Veränderungen für Sie im Moment am dringendsten und zugleich realistisch sind.

Ein erstes Ziel kann beispielsweise sein, wieder mehr Struktur in den Tag zu bringen, belastende Gedankenschleifen besser zu erkennen oder einen behutsamen Weg aus zunehmendem Rückzug zu entwickeln.

Schritt 5: Den Rhythmus an Ihre Belastbarkeit anpassen

Die Abstände zwischen den weiteren Terminen können Sie grundsätzlich selbst wählen. Gleichzeitig besprechen wir gemeinsam, welcher Rhythmus zu Ihrer aktuellen Belastung und Ihren Therapiezielen passt.

Gerade zu Beginn kann eine gewisse Regelmäßigkeit dabei helfen, vereinbarte Schritte nicht aus dem Blick zu verlieren und Veränderungen zeitnah auszuwerten. Im weiteren Verlauf können die Abstände angepasst werden.

Die Behandlung kann vollständig online stattfinden. Ebenso ist eine Kombination mit persönlichen Sitzungen in unserer Praxis in Osnabrück möglich.

Online-Therapie vs. vor Ort

Welche Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem von Schweregrad, Symptomatik, weiteren Erkrankungen und der individuellen Lebenssituation ab.

Online-Termine können passen, wenn…

  • Ihre Beschwerden in einem ambulanten Rahmen behandelt werden können.
  • Sie ausreichend stabil sind, um Absprachen und kleine Übungen im Alltag umzusetzen.
  • Sie über einen geschützten und ungestörten Gesprächsraum verfügen.
  • Sie ein Smartphone, Tablet oder einen Computer mit Kamera und Mikrofon nutzen können.
  • Sie eine ortsunabhängige oder flexiblere Behandlung benötigen.
  • Sie bereit sind, Tagesstruktur und Aktivitäten schrittweise zu verändern.
  • Sie bei einer Verschlechterung Kontakt aufnehmen und vereinbarte Hilfeschritte nutzen können.
  • eine eventuell notwendige ärztliche Behandlung parallel gewährleistet ist.

Ein anderer oder zusätzlicher Behandlungsrahmen kann wichtiger sein, wenn…

  • eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung besteht.
  • konkrete Suizidabsichten oder Vorbereitungen vorliegen.
  • Sie Ihre eigene Sicherheit aktuell nicht gewährleisten können.
  • eine schwere depressive Symptomatik den Alltag weitgehend unmöglich macht.
  • psychotische oder manische Symptome auftreten.
  • eine engmaschige medizinische oder psychiatrische Kontrolle erforderlich ist.
  • Essen, Trinken, Körperpflege oder Medikamenteneinnahme nicht mehr ausreichend gewährleistet sind.
  • keine ausreichende Privatsphäre für die Sitzungen besteht.
  • sich im Gespräch zeigt, dass ein intensiveres ambulantes, teilstationäres oder stationäres Angebot benötigt wird.

Wann reicht ein regulärer Online-Termin nicht aus?

Ein regulärer Online-Termin ist nicht für akute Notfälle oder Situationen vorgesehen, in denen sofortige Hilfe notwendig ist.

Bitte warten Sie nicht auf einen vereinbarten Termin, wenn Sie konkrete Suizidgedanken oder -absichten haben, sich akut gefährdet fühlen oder Ihre eigene Sicherheit nicht gewährleisten können.

  • Rufen Sie bei unmittelbarer Gefahr den Notruf 112.
  • Wenden Sie sich an die nächstgelegene psychiatrische Notaufnahme.
  • Bei dringenden, aber nicht unmittelbar lebensbedrohlichen medizinischen Beschwerden erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.
  • Die TelefonSeelsorge erreichen Sie Tag und Nacht unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123.

Die 116117 ist für dringende, nicht lebensbedrohliche medizinische Situationen vorgesehen; bei Lebensgefahr ist die 112 die richtige Anlaufstelle. Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr anonym und kostenfrei erreichbar, ersetzt bei akuter Gefahr aber keinen Rettungsdienst.

Psychologische Unterstützung in einem professionellen Rahmen

Depressive Beschwerden betreffen nicht nur die Stimmung. Häufig verändern sie auch Selbstbild, Beziehungen, Arbeitsfähigkeit, Schlaf und körperliches Befinden. Eine verantwortungsvolle Behandlung berücksichtigt deshalb die gesamte persönliche Situation.

In unserer Praxis arbeiten M.Sc. Psychologinnen und Psychologen mit psychotherapeutischer Qualifikation. Die Begleitung orientiert sich an psychologischer Diagnostik und verhaltenstherapeutischen Prinzipien.

Im telefonischen Informationsgespräch klären wir, welche Ansprechperson fachlich und organisatorisch zu Ihrem Anliegen passen kann. Bei Bedarf besprechen wir außerdem, ob eine ärztliche oder psychiatrische Mitbehandlung sinnvoll ist.

Psychologe Dominic P. Lita aus Osnabrück

Dominic P. Lita
M.Sc. Psychologe

Psychologe Dominic P. Lita aus Osnabrück

Anika Scalisi
M.Sc. Psychologe

Kosten der Online-Therapie bei Depressionen

Das telefonische Informationsgespräch dauert etwa 15 Minuten und ist kostenlos. Dabei klären wir Ihr Anliegen, erste organisatorische Fragen und ob ein ausführlicher Online-Termin grundsätzlich passend ist.

Eine reguläre Online-Therapiesitzung dauert 50 Minuten und kostet 130 Euro. Die Terminfrequenz stimmen Sie individuell mit der behandelnden Person ab. Bei Bedarf können Online-Sitzungen mit Terminen in unserer Praxis in Osnabrück kombiniert werden.

Ob private Krankenversicherung, Beihilfe oder Zusatzversicherung einen Teil der Kosten übernehmen, hängt von Ihrem Tarif ab. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Behandlungen durch Heilpraktikerinnen oder Heilpraktiker für Psychotherapie in der Regel nicht.

Was benötige ich für einen Online-Termin?

Für eine Online-Sitzung benötigen Sie keine besondere technische Ausstattung. Entscheidend ist vor allem, dass Sie für 50 Minuten einen geschützten Rahmen herstellen können, in dem Sie offen sprechen und sich auf das Gespräch konzentrieren können.

Für die Teilnahme benötigen Sie:

  • N
    ein Smartphone, Tablet oder einen Computer,
  • N
    eine funktionsfähige Kamera und ein Mikrofon,
  • N
    eine stabile Internetverbindung,
  • N
    einen ruhigen Raum, in dem Sie ungestört sprechen können,
  • N
    ausreichend Zeit vor und nach der Sitzung sowie
  • N
    nach Möglichkeit Kopfhörer für mehr Privatsphäre.

Planen Sie nach Möglichkeit einige Minuten vor dem Termin ein. Gerade bei depressiver Erschöpfung kann es hilfreich sein, den Zugangslink frühzeitig zu öffnen, ein Getränk bereitzustellen und benötigte Unterlagen oder Notizen griffbereit zu haben. So entsteht nicht unmittelbar vor der Sitzung zusätzlicher organisatorischer Druck.

Auch nach dem Gespräch kann ein kurzer zeitlicher Puffer sinnvoll sein. Manche Themen wirken noch nach oder benötigen einen Moment der Ruhe, bevor Sie in den nächsten Termin oder eine andere Aufgabe wechseln.

Vor dem ersten Online-Termin erhalten Sie die erforderlichen Zugangsinformationen. Eine Aufzeichnung der Sitzung findet nicht statt. Sollte die Verbindung abbrechen, versuchen wir zunächst, die Videositzung erneut aufzunehmen. Wenn dies nicht gelingt, stimmen wir das weitere Vorgehen telefonisch ab.

Bitte nehmen Sie den Termin nicht aus einem öffentlichen Raum, einem Fahrzeug oder einer Umgebung wahr, in der andere Personen mithören können. Falls Sie zu Hause keine ausreichende Privatsphäre herstellen können, besprechen wir gemeinsam, ob ein anderer Ort oder ein Termin in unserer Praxis geeigneter ist.

Häufige Fragen zur Online-Therapie bei Angststörungen

Kann eine Depression online behandelt werden?

Viele Elemente der psychologischen Behandlung können per Video umgesetzt werden. Dazu gehören die Einordnung der Beschwerden, der schrittweise Aufbau von Aktivität und Tagesstruktur, die Arbeit an belastenden Gedanken sowie die Rückfallvorbeugung.

Ob ein ausschließlich digitales Format ausreicht, hängt von der Schwere der Beschwerden, Ihrer aktuellen Stabilität und einem möglichen zusätzlichen medizinischen Behandlungsbedarf ab.

Für welchen Schweregrad eignet sich Online-Therapie?

Das lässt sich nicht allein anhand einer allgemeinen Einteilung beantworten. Entscheidend sind unter anderem die konkrete Symptomatik, die Alltagsfunktion, mögliche Suizidgedanken, weitere Erkrankungen und die vorhandene Unterstützung.

Bei stärkeren Beschwerden kann Online-Therapie möglicherweise nur ein Bestandteil eines umfassenderen Behandlungskonzepts sein.

Muss ich bereits eine Diagnose haben?

Nein. Für das telefonische Informationsgespräch benötigen Sie keine vorherige Diagnose. Im weiteren Verlauf wird Ihre Situation fachlich eingeordnet und geprüft, welche Unterstützung sinnvoll ist.

Körperliche Erkrankungen oder Medikamente können Beschwerden verursachen oder beeinflussen. Je nach Situation kann deshalb zusätzlich eine ärztliche Untersuchung notwendig sein.

Was ist, wenn ich kaum Motivation für Übungen habe?

Verminderter Antrieb ist ein häufiges Symptom depressiver Beschwerden. Übungen werden deshalb nicht davon abhängig gemacht, dass Sie sich bereits motiviert oder leistungsfähig fühlen.

Gemeinsam werden möglichst kleine und realistische Schritte vereinbart. Wenn etwas nicht umgesetzt werden konnte, wird untersucht, welche Hindernisse bestanden und wie die Aufgabe angepasst werden kann.

Muss ich besonders viele Aufgaben erledigen?

Nein. Verhaltensaktivierung bedeutet nicht, den Alltag möglichst voll zu planen. Es geht darum, Rückzug und Inaktivität schrittweise zu verändern und eine tragfähige Balance aus Pflichten, Erholung, sozialen Kontakten und persönlich bedeutsamen Aktivitäten aufzubauen.

Brauche ich eine ärztliche Untersuchung?

Je nach Beschwerden kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll oder notwendig sein. Das gilt insbesondere bei neu auftretender starker Erschöpfung, ausgeprägten Schlaf- oder Appetitveränderungen, körperlichen Beschwerden oder möglichen Nebenwirkungen von Medikamenten.

Wie lange dauert eine Online-Sitzung?

Eine reguläre Online-Therapiesitzung dauert 50 Minuten.

Kann ich zwischen Online- und Präsenzterminen wechseln?

Ja. Wenn es fachlich und organisatorisch passt, können Online-Termine mit Sitzungen in unserer Praxis in Osnabrück kombiniert werden.

Was passiert, wenn sich meine Beschwerden verschlechtern?

Bitte sprechen Sie Veränderungen möglichst frühzeitig an. Gemeinsam kann geprüft werden, ob Termine intensiviert, ärztliche oder psychiatrische Unterstützung hinzugezogen oder ein anderer Behandlungsrahmen organisiert werden sollte.

Bei akuter Gefährdung dürfen Sie nicht auf den nächsten regulären Termin warten. Nutzen Sie in diesem Fall die oben genannten Notfallangebote.