Online-Therapie bei Selbstwertproblemen und starken Gefühlen
Selbstzweifel können dazu führen, dass eigene Fähigkeiten ständig infrage gestellt, Entscheidungen aufgeschoben oder die Bedürfnisse anderer über die eigenen gestellt werden. Gleichzeitig können Gefühle wie Scham, Wut, Angst oder Enttäuschung besonders intensiv auftreten und nur schwer wieder abklingen.
In der Online-Therapie betrachten wir, wie Selbstbild, innere Bewertungen und emotionale Reaktionen zusammenwirken. Gemeinsam entwickeln wir einen angemesseneren Umgang mit Selbstkritik, persönlichen Grenzen und belastenden Gefühlen.
- Deutschlandweite Termine per Video
- Kostenloses Telefongespräch von 15 Minuten
- Therapiesitzungen mit jeweils 50 Minuten
- Terminfrequenz individuell wählbar
- Online- und Präsenztermine kombinierbar
Wenn Selbstzweifel den Alltag zunehmend bestimmen
Gelegentliche Unsicherheit gehört zum Leben. Belastend wird sie vor allem dann, wenn negative Bewertungen der eigenen Person viele Entscheidungen und Beziehungen beeinflussen.
Psychologische Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn:
- Sie Ihre Leistungen regelmäßig abwerten.
- Kritik Sie lange beschäftigt oder stark verunsichert.
- Sie sich häufig mit anderen vergleichen.
- Fehler sich wie ein persönliches Versagen anfühlen.
- Sie eigene Bedürfnisse schwer wahrnehmen oder aussprechen können.
- Sie Konflikte vermeiden, obwohl Ihre Grenzen überschritten werden.
- intensive Gefühle nur schwer wieder abklingen.
- Sie nach emotionalen Reaktionen starke Schuld oder Scham erleben.
- Ihr Selbstbild stark von Anerkennung und Leistung abhängt.
Selbstwertprobleme und Schwierigkeiten mit der Emotionsregulation sind nicht automatisch eigenständige Diagnosen. Sie können als belastende Muster auftreten oder Teil unterschiedlicher psychischer Beschwerden sein. Für die Behandlung ist deshalb die individuelle Einordnung entscheidend. Störungen der emotionalen Regulation können mit erheblichem Leid und Einschränkungen im Alltag verbunden sein.
Bei welchen Schwierigkeiten können Online-Termine hilfreich sein?
Starke Selbstkritik
Sie nehmen eigene Fehler schnell wahr, erkennen Erfolge aber kaum an. Selbst neutrale Situationen können als Beweis dafür erscheinen, nicht kompetent, interessant oder liebenswert genug zu sein.
In der Therapie untersuchen wir, nach welchen Maßstäben Sie sich bewerten und weshalb diese häufig strenger ausfallen als die Bewertung anderer Menschen.
Perfektionismus und Versagensangst
Hohe Ansprüche können motivieren. Problematisch werden sie, wenn nur ein fehlerfreies Ergebnis akzeptabel erscheint und jede Abweichung starke Selbstzweifel auslöst.
Gemeinsam entwickeln wir realistischere Maßstäbe und prüfen, welche Aufgaben tatsächlich besondere Genauigkeit benötigen.
Intensive oder schnell wechselnde Gefühle
Wut, Scham, Angst oder Enttäuschung können sehr plötzlich auftreten und lange anhalten. In solchen Momenten fällt es häufig schwer, Abstand zu gewinnen oder überlegt zu handeln.
Wir betrachten Auslöser, frühe Warnzeichen und Möglichkeiten, die Reaktion zu verlangsamen, ohne Gefühle vollständig unterdrücken zu müssen.
Schwierigkeiten mit Grenzen
Aus Angst vor Ablehnung oder Konflikten fällt es manchen Menschen schwer, Nein zu sagen, Wünsche zu äußern oder Unterstützung einzufordern.
Online-Termine bieten die Möglichkeit, konkrete Gespräche vorzubereiten und neue Formulierungen anschließend im Alltag zu erproben.
Rückzug nach Konflikten
Nach Auseinandersetzungen oder emotionalen Reaktionen entstehen möglicherweise Schuldgefühle, Grübeln oder der Wunsch, Kontakte vollständig abzubrechen.
Ein Behandlungsschwerpunkt kann darin liegen, Konflikte differenzierter auszuwerten und Beziehungen nicht ausschließlich aus der Perspektive des belastenden Moments zu beurteilen.
Welche Vorteile können Online-Termine bieten?
So arbeiten wir an Selbstwert und Emotionsregulation
Wiederkehrende Situationen verstehen
Zunächst betrachten wir konkrete Momente, in denen Selbstzweifel oder starke Gefühle auftreten. Dabei achten wir auf Auslöser, Gedanken, körperliche Reaktionen und das anschließende Verhalten.
Den inneren Kritiker einordnen
Selbstkritische Gedanken wirken häufig wie objektive Tatsachen. Gemeinsam prüfen wir, woher diese Bewertungsmuster stammen, welche Funktion sie erfüllen und welche Folgen sie im Alltag haben.
Bedürfnisse und Grenzen wahrnehmen
Wer sich stark an Erwartungen anderer orientiert, bemerkt eigene Wünsche häufig erst spät. Wir erarbeiten, wie Sie Bedürfnisse früher erkennen und angemessen ausdrücken können.
Gefühle regulieren statt unterdrücken
Ziel ist nicht, unangenehme Emotionen vollständig zu vermeiden. Sie lernen, Gefühle genauer zu benennen, ihre Intensität einzuschätzen und zwischen Empfindung und unmittelbarer Handlung einen größeren Abstand zu schaffen.
Neue Erfahrungen festigen
Zwischen den Sitzungen erproben Sie konkrete Verhaltensweisen: eine Bitte aussprechen, eine Grenze setzen, einen Fehler stehen lassen oder eine emotionale Reaktion zunächst beobachten. Die Erfahrungen werden anschließend gemeinsam ausgewertet.
Warum positives Denken allein den Selbstwert selten verändert
Ein belastetes Selbstbild lässt sich meist nicht dadurch auflösen, dass negative Gedanken einfach durch positive Sätze ersetzt werden. Aussagen wie „Ich bin gut genug“ wirken wenig überzeugend, wenn Alltagserfahrungen weiterhin nach alten Maßstäben bewertet werden.
Ein stabilerer Selbstwert entwickelt sich eher durch neue Erfahrungen:
- eigene Bedürfnisse ernst nehmen,
- realistische statt unerreichbare Maßstäbe verwenden,
- Fehler aushalten, ohne die gesamte Person abzuwerten,
- Anerkennung nicht zur einzigen Bewertungsgrundlage machen und
- auch in schwierigen Situationen respektvoll mit sich selbst umgehen.
In der Therapie verbinden wir deshalb die Arbeit an Gedanken mit konkreten Veränderungen im Verhalten. Entscheidend ist nicht, sich ständig gut zu fühlen, sondern den eigenen Wert weniger von einzelnen Leistungen, Konflikten oder Reaktionen anderer abhängig zu machen.
So beginnen Sie Ihre Online-Therapie
Schritt 1: Kurzes Kennenlernen vereinbaren
Über unsere zentrale Terminverwaltungs-Seite wählen Sie ein kostenloses telefonisches Informationsgespräch aus. Für die Buchung genügt eine kurze Angabe, ob Sie vor allem Selbstzweifel, starke Gefühle oder Schwierigkeiten mit persönlichen Grenzen beschäftigen.
Schritt 2: Ihr Anliegen in Ruhe einordnen
Das Telefongespräch dauert etwa 15 Minuten. Sie müssen Ihre Situation weder vollständig erklären noch bereits ein konkretes Therapieziel formuliert haben. Zunächst klären wir, welche Belastung aktuell im Vordergrund steht.
Schritt 3: Den geeigneten Rahmen bestimmen
Im ersten ausführlichen Gespräch betrachten wir, wie stark Sie im Alltag eingeschränkt sind und ob das Online-Format ausreichend Stabilität bietet. Bei akuten Krisen oder ausgeprägtem selbstschädigendem Verhalten kann eine engmaschigere Unterstützung notwendig sein.
Schritt 4: Mit einem konkreten Schwerpunkt starten
Eine reguläre Sitzung dauert 50 Minuten und kostet 130 Euro. Zu Beginn legen wir fest, ob zunächst Selbstkritik, emotionale Reaktionen, Beziehungen oder Abgrenzung im Mittelpunkt stehen.
Schritt 5: Erfahrungen schrittweise erweitern
Die Terminfrequenz können Sie selbst wählen. Zwischen den Gesprächen erproben Sie überschaubare Veränderungen, die wir anschließend auswerten. Online- und Präsenztermine lassen sich kombinieren.
Wann kann das Online-Format passen?
Online-Termine können geeignet sein, wenn…
- Selbstkritik, Unsicherheit oder Perfektionismus im Vordergrund stehen.
- Sie konkrete Situationen zwischen den Sitzungen beobachten können.
- Sie neue Formen der Abgrenzung im Alltag erproben möchten.
- Ihre Gefühle intensiv, aber grundsätzlich selbstständig regulierbar sind.
- Sie einen privaten und ungestörten Gesprächsort haben.
- ein ambulanter Behandlungsrahmen ausreicht.
Ein anderer oder zusätzlicher Rahmen kann notwendig sein, wenn…
- akute Selbst- oder Fremdgefährdung besteht.
- selbstschädigendes Verhalten aktuell nur schwer kontrollierbar ist.
- starke Impulsdurchbrüche zu unmittelbaren Gefahren führen.
- Alkohol, Medikamente oder andere Substanzen regelmäßig zur Regulation eingesetzt werden.
- psychotische, manische oder schwere depressive Symptome auftreten.
- eine engmaschige psychiatrische oder stationäre Versorgung erforderlich ist.
- Sie zu Hause keinen ausreichend geschützten Rahmen herstellen können.
Psychologische Begleitung ohne pauschale Bewertung
Selbstwertprobleme entstehen häufig in einem komplexen Zusammenspiel aus Erfahrungen, Beziehungen, persönlichen Maßstäben und aktuellen Belastungen. Die Behandlung richtet sich deshalb nicht nach einer allgemeinen Anleitung, sondern nach Ihren konkreten Mustern und Zielen.
In unserer Praxis arbeiten M.Sc. Psychologinnen und Psychologen mit psychotherapeutischer Qualifikation. Im Informationsgespräch klären wir, welche Ansprechperson und welcher Behandlungsrahmen zu Ihrem Anliegen passen.

Dominic P. Lita
M.Sc. Psychologe

Anika Scalisi
M.Sc. Psychologe
Kosten der Online-Termine
as 15-minütige telefonische Informationsgespräch ist kostenlos. Dabei klären wir, ob unser Angebot grundsätzlich zu Ihrem Anliegen passt.
Eine Online-Sitzung dauert 50 Minuten und kostet 130 Euro. Sie buchen kein festes Paket, sondern legen die Terminabstände gemeinsam mit der behandelnden Person fest. Auch ein Wechsel zwischen Video- und Praxisterminen ist möglich.
Ob private Krankenversicherung, Beihilfe oder Zusatzversicherung Kosten erstatten, hängt von Ihrem Tarif ab und sollte vor Behandlungsbeginn geklärt werden.
So bereiten Sie sich auf den Online-Termin vor
Für die erste Sitzung müssen Sie keine ausführliche Lebensgeschichte vorbereiten. Hilfreich kann es sein, eine aktuelle Situation zu notieren, in der Selbstzweifel oder starke Gefühle besonders deutlich waren.
Für die Teilnahme benötigen Sie:
- einen privaten Raum ohne Zuhörer,
- ein Gerät mit Kamera und Mikrofon,
- eine stabile Internetverbindung,
- nach Möglichkeit Kopfhörer und
- ein Telefon für technische Unterbrechungen.
Planen Sie nach dem Gespräch einige Minuten ohne direkte Verpflichtung ein. Persönliche oder emotionale Themen können noch nachwirken und müssen nicht unmittelbar zwischen zwei Arbeitstermine gelegt werden.
Häufige Fragen
Sind Selbstwertprobleme eine psychische Erkrankung?
Ein geringes Selbstwertgefühl ist für sich genommen keine eindeutige Diagnose. Es kann dennoch erheblich belasten und mit Angst, Depressionen, Beziehungsschwierigkeiten oder anderen psychischen Beschwerden verbunden sein.
Was bedeutet emotionale Dysregulation?
Damit wird beschrieben, dass Gefühle sehr intensiv auftreten, lange anhalten oder nur schwer beeinflusst werden können. Der Begriff bezeichnet zunächst ein Muster und sagt allein noch nichts über eine bestimmte Diagnose aus.
Kann ich lernen, Gefühle besser zu regulieren?
Der Umgang mit Emotionen kann verändert und erweitert werden. Dazu gehört, Gefühle früher wahrzunehmen, genauer zu benennen und Handlungen nicht ausschließlich aus dem ersten Impuls heraus zu steuern.
Geht es in der Therapie nur um meine Kindheit?
Frühere Erfahrungen können relevant sein, müssen aber nicht in jeder Sitzung im Mittelpunkt stehen. Ebenso wichtig sind aktuelle Situationen, Beziehungen und Verhaltensmuster.
Muss ich lernen, mich immer positiv zu sehen?
Nein. Ziel ist kein durchgehend positives Selbstbild. Es geht um eine realistischere und weniger abwertende Sicht auf die eigene Person.
Wie wird der innere Kritiker bearbeitet?
Wir untersuchen typische selbstkritische Aussagen, ihre Auslöser und ihre Folgen. Anschließend entwickeln wir angemessenere Bewertungen und erproben neue Verhaltensweisen.
Was passiert, wenn starke Gefühle während des Termins auftreten?
Die Reaktion kann innerhalb der Sitzung gemeinsam beobachtet und eingeordnet werden. Vor Beginn klären wir außerdem, welcher Umgang mit besonders belastenden Situationen für Sie sinnvoll ist.
